Author: KinderLachen009

Die Tour der Hoffnung 2019 – ein Tagebuch

Die Tour der Hoffnung 2019 ist gestartet: Vom  14. bis 18. August 2019 werden in Hessen und Nordrhein-Westfalen namhafte Sportler, Politiker, Manager, Ärzte und idealistisch gesinnte Bürger kräftig in die Pedale treten, um krebskranke Kinder zu unterstützen. Fast 200 Aktive haben Ihre Teilnahme fest zugesagt.
Die 369 Kilometer lange Benefiz-Radtour beginnt am 14. August traditionell mit einem Prolog in und um Gießen.

Für KinderLachen009 Rügen starten in diesem Jahr erneut motivierte Mitglieder und treten gemeinsam für die Kinder in die Pedale Zum zweiten Mal dabei ist Roland Jahn – ein Mitglied aus dem Harz. Er berichtet in kleinen Beiträgen von seinen Erlebnissen und lässt uns so teilhaben an dieser tollen Veranstaltung.

Mittwoch, 14.08.2019*

„Die Tour rollt. Über 230 Starter sind für die gute Sache unterwegs…“

Einen ersten Eindruck gibt es in dem kurzen Video vom Prolog am Mittwoch, 14.08.2019, rund um Gießen. 

…beim Tour-Stopp in Biebertal (Heimspiel unserer Schirmherrin Petra Behle)  war (gefühlt) JEDER Ortsbewohner(in) auf den Beinen und  hat die Gute Sache unterstützt… Gänsehaut pur… Allein in diesem Ort wurden weit über 70 symbolische Spendenschecks überreicht. Irgendwann habe ich aufgehört mitzuzählen…

Am späten Abend haben die Tour-Chefs ein erstes Zwischenergebnis bekannt gegeben… Das ist jetzt schon SPITZE!!! Auch ihr alle habt daran einen Anteil. Herzlichen Dank!

Apropos TÄVE.. (die Sportlegende schlechthin  – siehe Video oben):  Er hat mir in einer ganz persönlichen Schulung nochmals mein Sitzverhalten auf einem Rennrad erklärt (auf deutsch Anpfiff bekommen wegen unruhigem Fahrverhalten)
Mit diesen Tipps und den tollen Eindrücken des Tages geht es nun in den Startort des zweite Tages nach Siegen und in die zweite Etappe (82 km).
Herzliche und sportliche Grüße – Tourradler Roland

 

Donnerstag, 15.08.2019*

…der Tourtag ging ja toll los:

  • Sportbrille defekt
  • Dauerregen
  • „Quälix“ Magath als Trainer des Tages zugeteilt bekommen…

 

Aber!
Die o.g. 3 Gründe reichen lange nicht aus, um trotzdem  die Sonne  aus unserem Herzen zu lassen… und für die Kinder zu radeln.
Jedes 5.an KREBS erkrankte Kind überlebt leider nicht… Grund genug, um die „Grüne Welle“ mit 240 Starten Rollen zu lassen.

 

 

 

 

EIN Höhepunkt des Tages: Die Spendenpräsentation durch die Mitarbeiterkinder in der Firma Schwalbe…

 

 

 

 

 

Apropos Täve:
Heute gab’s mal ein dickes LOB!- Aber nicht für mich…SEINER Meinung nach ist meine gelbe Regenjacke „Spitze“!

 

Gemeinsam mit TÄVE, Claudia Dreher, Steffi Jacob, Guido Kratschmer durfte ich den Spendenscheck für „Kinderlachen“ vor der Tourfamilie präsentieren.

 

Freitag, 16.08.2019*

 

An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an unsere sportliche Leitung. Matthias (Rinn) & Karsten (Koch). Beide tragen einen orangenen Helm und pendeln permanent zwischen uns 200 RENNRAD-Fahrern, sorgen dafür, dass das Feld (über 500 m verteilt) auch zusammen bleibt – bei teilweise Tempo 30 – inkl. 10 km lange Anstiege (gern auch mal 12 %) – rasende Abfahrten. ERST  mit dem Pfiff  darf sich das Feld in Bewegung setzen

 

…Herzlichen Dank an Steffi (Jacob). Zwischenzeitlich hat sich auch unser Henry (Maske) zur Tourfamilie durchgeboxt.
Tolle Impressionen vom 3 Tourtag:

Sonnabend, 17.08.2019*

…mit dem heutigen Tage findet die 36.Tour der Hoffnung seinen Abschluss. Ich darf kurz über die beiden wichtigsten Ergebnisse  berichten:


ERSTENS
Wir haben eine Gesamt-SPENDE von 2.380.000 € zugunsten Krebs- und Leukämiekranke Kinder geradelt. Das ist ein Spitzen- Betrag. Damit haben wir das fantastische Ergebnis aus dem Vorjahr nochmals übertroffen.


ZWEITENS
WIR konnten vielen  Menschen  HOFFNUNG  geben….
Bereits am Donnerstagabend durfte ich im Auftrage meines Teamkapitän Antje die Präsentation  für unseren Verein KinderLachen 009 Rügen e.V. vornehmen. Das empfinde ich als große  Wertschätzung.



Die 37.Tour der Hoffnung  startet am 12.August 2020.

Mit herzlichen  Grüßen  – tagesaktuell  wieder aus dem Harz
Euer Tour Radler Roland

*Geschrieben von Roland Jahn

Ein sportliches Wochenende für KinderLachen

„Triathlon bleibt dreifach schön“

… so ähnlich lautete einst der Spruch aus Finsterwalde, einer brandenburgischen Kleinstadt und er ist wahr. Das durfte ich gemeinsam mit meinen Sportsfreunden über Jahrzehnte leben. Nun sind die meisten von uns seit rund anderthalb Jahren junge Väter, was uns dem Thema „Kinderlachen“ ein erhebliches Stück näher bringt. Denn es gibt wahrlich nichts schöneres als ein verzauberndes Lächeln im Gesicht unseres Nachwuchses. Wenn Männerherzen an dieser Stelle schneller schlagen, sind die Mütter, um es im sportlichen Jargon auszudrücken, natürlich vorneweg. Was am Samstag, den 10.08.2019 zu einem Rollentausch führte. So stiegen unsere 4 Mädels (Anna, Antje, Manu und Tabea) beim 23. Potsdamer Inselschwimmen der DLRG zum ersten Mal in die Havel und absolvierten sogleich die längste Strecke des Tages mit 1,7km. Dem Schwimmsport völlig fremd, feuerten nun wir Männer mit dem Nachwuchs auf den Schultern unsere Damen gehörig an. Beim abschließenden Fotoshooting war die Gute Laune sowie die Veröffentlichung der Bilder für den Guten Zweck eine Ehrensache.

Am Sonntag, den 11.08.2019 ging es dann beim Gisa Triathlon in Halle über die erste Disziplin des Triathlons hinaus. Doch der Reihe nach… Toni Embacher als langjähriger Profi-Schwimmer und Hallenser Schmetterlingsspezialist in der Nationalmannschaft schaffte die Grundlage und wechselte dicht hinter Laura Riedemann, die sich bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften mit der Olympianorm über 100m Rücken empfahl, auf mich als Radfahrer. Mit einem suchenden Auge nach den 20km konnte ich immer noch in Top 3 liegend auf Thomas Springer, der zuletzt in Rio bei den Olympischen Spielen für Österreich startete, wechseln. Obwohl er am Morgen einen 20km Dauerlauf absolvierte, hatte er die Führung mit einem Lächeln zurück erobert und machte seiner Geburtsstadt aller Ehre als er mit respektablen Vorsprung durch das Ziel lief.

Fazit: Das Staffel-Event in Binz kann man nicht ersetzen. Aber anknüpfen an den Sinn und die tolle Sache wollten wir schon. Für den Einsatz unserer Kinderlachen-Staffel waren wir uns alle sofort einig. Zumal auch Thomas aufgrund seines Nachwuchses die eine oder andere Nacht unruhig geschlafen oder tanzend im Garten verbracht haben dürfte.

Geschrieben von Christian Prochnow*

*ehemaliger deutscher Triathlet und Olympionike (2008) und Mitglied von KinderLachen009 Rügen e.V.

Impressionen vom Inselschwimmen: 

Impressionen vom Triathlon: 

Auf ein Neues….Vorbereitungen auf die Tour der Hoffnung 2019

„… in wenigen Tagen schwitzen die Hoffnungsradler wieder für die gute Sache Die 36.Tour der Hoffnung steht unmittelbar bevor.“….Ein kleiner Einblick in die Vorbereitungen unseres Mitglieds Roland, der in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei ist:  
 
Vom  14. bis 18. August 2019 werden in Hessen und Nordrhein-Westfalen namhafte Sportler, Politiker, Manager, Ärzte und idealistisch gesinnte Bürger kräftig in die Pedale treten, um krebskranke Kinder zu unterstützen. Fast 200 Aktive haben Ihre Teilnahme fest zugesagt.
Die 369 Kilometer lange Benefiz-Radtour beginnt am 14. August traditionell mit einem Prolog in und um Gießen. Am nächsten Tag startet der Tross im Siegener Stadtteil Eiserfeld, macht Station in Kreuztal, Wenden, Gerlingen, Wehnrath, Wiehl und erreicht nach 77 km das Tagesziel im Nümbrechter Ortsteil Rommelsdorf.
Tolle Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen wird es mit Sicherheit auch am nächsten Tag auf der Strecke von der Stadt Köln über Leverkusen, Solingen, Wuppertal, Schwelm, Wetter und Hattingen nach Bochum geben.
Die Startvorbereitungen zur Samstag-Etappe beginnen in Hagen. Anschließend fahren wir über Ennepetal, Gevelsberg, Remscheid und Odenthal zum Ziel der diesjährigen Tour, der Kinderklinik in Sankt Augustin.
Die Organisatoren hoffen darauf, dass die Gemeinden, Firmen und Institutionen, welche die Radler empfangen, sich mächtig ins Zeug legen, damit der jeweils 30-minütige Aufenthalt stets zu einem „Fest im Zeichen der Hilfe“ wird. Die Kinder der Kitas werden das für die Tour geschriebene Lied „Atlantis“ üben und mit ihrem ganz persönlichen Motto „Kinder helfen Kindern“ die Tour unterstützen.
Bei Deutschlands größter privat organisierter Benefiz-Radtour kamen so in den vergangenen 35 Jahren mehr als 36 Millionen Euro zusammen, die zu 100 Prozent den Kindern zugutekamen.
 
Für unser TEAM KinderLachen009 Rügen starten in diesem Jahr:
Ø  Kathrin Boron,
Ø  Claudia Dreher,
Ø  Steffi Jacob,
Ø  Roland Jahn,
Ø  Guido Kratschmer,
Ø  Ute Oberhoffner,
Ø  Täve Schur 
 
Sehr gerne darf ich auf diesem Wege signalisieren: Unsere Vereinsmitglieder haben bereits jetzt tolle Spendenbeiträge avisiert. Stand Jetzt (Ende Juli/ Anfang August) deutet sich ein ähnlich toller Spendenbetrag wie im Jahr 2018 an.
 
Als diesjähriger Zweitteilnehmer bin ich zwar immer noch Neuling, freue mich aber riesig auf das Wiedersehen in der Tourfamilie und die vielen neuen Gänsehautmomente während der Tour 2019.
Das entsprechende (Berg-)Training ist aufgenommen. In diesem Sinne verbleibe ich mit sportlichen und herzlichen Grüßen – tagesaktuell vom Fuße des Brockens aus dem Harz
 
Roland

 

Rückblick: Ein großes Fest zum Kindertag 2019

Unter dem Motto „Heute seid ihr Prinz und Prinzessin“ fand am 01. Juni das große Kinderfest im Schlosspark Putbus statt. Für alle großen und kleinen Gäste, aber auch für die Veranstalter – den Verein KinderLachen009 Rügen e.V. und den SV Putbus – war es ein schöner und äußerst gelungener Tag.
Ab 10 Uhr kamen Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte, Einheimische und Urlauber nach Putbus, um einen einmaligen Tag für und mit ihren Kindern zu erleben. So bevölkerten bei strahlendem Sonnenschein viele glückliche Kinder und ebenso glückliche Erwachsene den Park. Für sie hatten die Veranstalter ein vielfältiges Kinderprogramm geplant und verschiedene Aktionsstände aufgebaut. Besonders beliebt waren das Kinderschminken, die Tombola, das Blumenkränze binden oder auch die große Sport-Freifläche.
Bei der offiziellen Eröffnung des Festes durch die Bürgermeisterin der Stadt Putbus – Frau Wilke und die Vorsitzende des Vereins KinderLachen009Rügen e.V. – Frau Coordt wurde aber auch auf den ernsten Hintergrund des Festes hingewiesen. Der Tag stand nicht nur im Zeichen des Nehmens, sondern vor allem des Gebens und der Hilfe für schwerkranke Kinder.
Gefeiert wurde an diesem Tag daher nicht nur der Kindertag. Vielmehr war es auch eine Feier anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von KinderLachen009 Rügen. Es sollte ein Familienfest werden, bei dem kleine und große Kinder, gesunde und kranke Kinder gemeinsam „ihren“ Tag feiern konnten.
Für KinderLachen0009 Rügen e.V. war es ein sehr interessantes und aufregendes Jubiläum, das die schöne Erkenntnis bestätigt, dass man nicht nur nehmen, sondern viel mehr geben kann! Mit diesem Tag konnten erneut viele Spenden gesammelt werden. Dadurch wird es möglich, bewegende Einzelschicksale schwer kranker Kinder und ihrer Familien zu unterstützen. Die Spenden des Kinderfestes werden beispielsweise Oleksander zu Gute kommen. Der 19-Jährige aus der Ukraine leidet an einer aggressiven Krebserkrankung und benötigt schnellstmöglich Chemotherapien, die er in seinem Heimatland nicht bekommen würde.
Alle Erlöse des Festes gehen zu 100% an Oleksander und die anderen Kinder-Schicksale, die der Verein Kinderlachen009 Rügen unterstützt. Entsprechend motiviert gaben die Besucher an diesem Tag zahlreiche Spenden, indem sie Kuchen, Eis, Bratwürste oder Getränke kauften oder Lose für die große Tombola erwarben. Dafür gebührt ihnen an dieser Stelle ein großes Dankeschön. Auch der SV Putbus als Co-Veranstalter hat beschlossen, auf seinen Anteil des Erlöses zu verzichten und ihn an die gute Sache weiterzugeben. Eine großartige Geste!
Die ehrenamtliche Arbeit im Verein und die Organisation eines solchen Festes wären ohne die Unterstützung vieler helfender Sponsoren nicht möglich. Daher möchten sich KinderLachen009 Rügen e.V. und der SV Putbus an dieser Stelle bei allen Helfern von ganzem Herzen bedanken. Durch die großzügigen Spenden haben sie maßgeblich zum Erfolg des Kinderfestes beigetragen.

Wir danken unseren Sponsoren des Kindertages: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eindrücke vom Kindertag: 

 

Eine Vernissage von und für Tamina

…die Aufregung steigt… wenige Minuten nur noch, bis ein weiterer Traum für ein Kind in Erfüllung geht und für das KinderLachen009Rügen viele „Räder“ in Bewegung gesetzt hat…

Nachdem wir auf das Schicksal von Tamina aufmerksam wurden, machten wir uns auf den Weg und erlebten vor Ort ein kluges, freundliches, hoffnungsvolles Mädchen mit strahlenden Augen, welches noch viele Träume hat…

In einem sehr warmherzigen Miteinander erfuhren wir von ihr, dass sie neben einem Flug nach Spanien unter anderem gerne eine Ausstellung ihrer Bilder organisieren würde, aber nie die Chance dazu hat…
Gesagt. Getan: auf dem Rückweg besprachen wir alle Dinge, die uns bei diesem Besuch für Tamina wichtig waren und telefonierten noch aus dem Auto heraus mit Uwe, ob es nicht eine Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Rügen gibt, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Unser Ansprechpartner war und „künstlerischer Leiter und Kurator“ dieser Idee wurde Frank Otto Sperlich, ein auf Rügen lebender Künstler, der mit einer Engelsgeduld die Vorbereitung und Durchführung einer Vernissage für Tamina übernahm.
Und da es natürlich auch „rund“ werden sollte, integrierte er Inner Wheel und KiKKuSS, deren derzeitige Präsidentin Frau Charlotte Ostermoor ist. Die emsigen Helferinnen von Inner Wheel zauberten ein wunderschönes Buffet aus selbstgeernteten und selbst zubereitenden Speisen, welches einer Spendensammlung für Taminas 2. Wünsch, nämlich ihrer Flugreise, zugute kam.

Nach einer Grußbotschaft des leider verhinderten Künstlers Frank Otto Sperlich, einer Grußbotschaft von KinderLachen009 Rügen und Inner Wheel konnten sich die zahlreichen Besucher bei Gitarrenklängen von Uwe Schlack und Shirley mental auf die Ausstellung einlassen. Den Höhepunkt der Einleitung jedoch brachten die zwei von Tamina erarbeiteten Poetry Slams: „…das Leben ist wie Zartbitterschokolade…“ Die Stille im Ausstellungssaal sprach für die Ergriffenheit aller Beteiligten, die die Texte mit einer solchen Wortgewalt, Sinnhaftigkeit und Sehnsucht zu hören bekamen.
Die glänzenden Augen von Tamina, die ihr Glück an diesem Tag widerspiegelten, werden dabei so manchem Besucher unvergesslich bleiben.

Grußbotschaft von Frank Otto Sperlich:

 

Impressionen der Vernissage: 

 

Hilfe für Oleksander

Oleksander ist 19 Jahre alt und ist vor fast drei Monaten nach Deutschland gezogen, um erste Berufserfahrungen zu sammeln, bevor er sein Ingenieurstudium in der Ukraine beginnt. Anfang Mai 2019 wurde er ins Krankenhaus eingeliefert und mit der verheerenden Diagnose eines fortgeschrittenen Hodenkrebses diagnostiziert, der sich bereits auf seine Lungen ausgebreitet hat. Die gute Nachricht ist, dass sein Krebs gut behandelbar ist, vorausgesetzt, die Chemotherapie beginnt so schnell wie möglich.


Das Problem ist jedoch, dass Oleksander mit einer Reisekrankenversicherung nach Deutschland kam, die leider keine Chemotherapie abdeckt. Nun könnte man annehmen, dass er die Hilfe und Behandlung bekommt, die er zu Hause braucht. Das Gesundheitssystem in der Ukraine ist jedoch stark darauf angewiesen, dass die Patienten alle Untersuchungen, Medikamente, Krankenhausaufenthalte und sogar Hilfs- und Verbrauchsmittel alleine bezahlen. Darüber hinaus können die Wartezeiten für einen Arzttermin extrem lang sein. Da die Behandlung von Oleksander zeitkritisch ist, muss er seine Chemotherapie jetzt beginnen.
Seine Ärzte sagen, dass er 2-4 Zyklen Chemotherapie benötigen würde, die jeweils aus 5 Tagen Behandlung und einer Ruhezeit von 4 Wochen bestehen. Die Ärzte von Oleksander haben sich mit der ukrainischen Botschaft in Verbindung gesetzt, um sicherzustellen, dass er seine Behandlung in Deutschland abschließen kann.
Warum genau brauchen wir Ihre Hilfe? Die Reisekrankenversicherung, die Oleksander abgeschlossen hat, übernimmt die Kosten der Therapie nicht. Daher muss Oleksander alleine für die Kosten des Krankenhausaufenthaltes und der anstehenden Chemotherapie aufkommen. In der Ukraine gibt es für ihn keine Möglichkeit der Therapie, da diese zum einen zu teuer für die Familie ist und zum anderen kaum realisierbar ist, da das Land noch immer unter den kriegsähnlichen Zuständen leidet, die auch das Gesundheitssystem nachhaltig beeinflussen.

KinderLachen009 Rügen möchte Oleksander helfen und sammelt nun Spenden für die Therapie. Aber auch Sachspenden helfen dem Jugendlichen, denn auch seine Verpflegung und seine Kleidung muss in den nächsten Monaten finanziert werden.
Wenn Sie Oleksander helfen möchten, die Last seiner Behandlung zu verringern, freuen wir uns über jede kleine Spende und sagen schon jetzt: Herzlichen Dank!

Unser Konto: DE49 1309 1054 0003 3666 69 (BIC: GENODEF1HST)
Stichwort: Oleksander

Eine Ausstellung für Tamina

Tamina – eine „Kämpferin“ für ihren Traum. Gemeinsam wollen wir ihr helfen und ihre größten Wünsche erfüllen.

 

Bei unserem Besuch Ende letzten Jahres erzählte uns Tamina von ihrem größten Wunsch: der Reise nach Mallorca. Wir möchten sie bei ihrem Kampf für ihren großen Traum unterstützen und ihr die Reise nach Spanien ermöglichen. Wir sammeln nun Spenden für den Flug und/oder ein bisschen Taschengeld für den Urlaub.

Daneben berichtete Tamina aber auch, dass sie leidenschaftlich gerne zeichnet – am liebsten Mangas – und dass sie ihre Bilder gerne einmal in der Öffentlichkeit präsentieren würde.

Gemeinsam mit Frank Otto Sperlich, dem Inner Wheel-Club Rügen und KiKKuSS haben wir nun eine Ausstellung für die 16-Jährige organisiert, um ihr ihren großen Traum einer eigenen Ausstellung ihrer Manga-Zeichnungen und der Poetry Slam Gedichte zu erfüllen. 
Die Vernissage zur Ausstellung in der Galerie Frank Otto Sperlich findet am  5. Juni 2019 um 18:30 Uhr in der Orangerie Putbus statt. Der Erlös aus dem Eröffnungsbuffet und den Getränken dient zur Finanzierung der Reise nach Spanien.

„Heute seid ihr Prinz und Prinzessin“: Großes Fest zum Kindertag im Schlosspark Putbus

Nach einigen Jahren „Pause“ wird eine Tradition wiederbelebt! Pünktlich zum Kindertag am 01.06.2019 haben zwei Vereine der Stadt Putbus ihre Kräfte gebündelt und organisieren ein grosses Fest für die Kleinsten. Nachdem in der Vergangenheit KinderLachen009 Rügen e.V. alleiniger Organisator des beliebten Festes im Schlosspark war, ist nun auch der SV Putbus dabei.

Gefeiert wird an diesem Tag nicht nur der Kindertag. Vielmehr ist es auch eine Feier anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von KinderLachen009 Rügen. Es soll ein Familienfest werden, bei dem kleine und große Kinder,  gesunde und kranke Kinder gemeinsam „ihren“ Tag feiern können.

Dafür haben die Organisatoren zahlreiche Mitstreiter gewinnen können, sodass die Gäste viele spannende und interessante Aktionen erwarten dürfen: von der Tombola, der Hüpfburg, der Ballonmodellage über die Mal- und Bastelstrasse bis hin zum Blumenkränze flechten und Rangertouren mit dem Biosphärenreservat ist vieles organisiert. Für die Technikbegeisterten gibt es Präsentationen von der Freiwilligen Feuerwehr und dem DRK-Sanitätszug. Für das leibliche Wohl sorgen ein Grillsstand, ein Eisstand und ein Kuchenbasar mit Kaffee und kalten Getränken.

Das Fest unter dem  Motto „Heute seid ihr Prinz und Prinzessin“ findet am Samstag, den 01.06.2019 von 10-17 Uhr auf der Fläche zwischen Marstall und Schlossterasse statt.

KinderLachen009 Rügen und der SV Putbus laden herzlich ein und freuen sich auf einen ereignisreichen Tag mit vielen Besuchern, die sich gemeinsam für die gute Sache einsetzen. Der Erlös des Tages kommt den Projekten der Vereine zugute

Tamina – eine Kämpferin mit einem Traum

„Das Leben ist wie Zartbitter-Schokolade – nicht immer süß, aber um es liegen zu lassen, zu schade“….Der Refrain aus dem Gedicht „Zartbitterschokolade“ bleibt uns noch lange in Erinnerung. Das Gedicht stammt von Tamina aus Grimmen, von der wir einen Hilferuf erhielten. Und so machten wir uns an diesem Sonntag Mitte November auf den Weg, um Tamina und ihre Eltern zu besuchen.  

Das Mädchen ist 16 Jahre alt und sie hat einen Traum: Sie möchte fliegen. Und sie möchte das Spanisch, das sie in der Schule lernt, anwenden. Daher heißt ihr Traumziel für die nächsten Sommerferien Mallorca.

Was für viele Deutsche ganz normal ist, ist für Taminas‘ Familie eine große Herausforderung, denn das Mädchen lebt mit spinaler Muskelatrophie. Die Eltern erzählen, dass sie die Diagnose bekamen, als Tamina 1 Jahr alt war und dass man ihnen sagte, ihre Tochter würde wahrscheinlich das Kleinkindalter nicht überleben.

Unter dem Begriff „Spinale Muskelatrophien“ wird eine Gruppe von Krankheiten zusammengefasst, die durch ein fortschreitendes Absterben von motorischen Nervenzellen, vor allem im Rückenmark gekennzeichnet sind. Damit können die Impulse vom Gehirn nicht mehr an die Muskeln weitergeleitet werden. Muskelschwund, Lähmungen und verminderte Muskelspannung sind die Folge. Spinale Muskelatrophien gehören mit 1 : 10.000 Menschen zu den seltenen Erkrankungen, betroffen sind meist Kinder. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich, sodass eine stark reduzierte Lebenserwartung besteht.

Tamina ist aufgrund der Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen, kann ihren Körper durch den Muskelverlust nicht alleine halten und trägt ein festes Korsett. Sie kann nicht allein essen, trinken oder auf die Toilette gehen und ist 24 Stunden am Tag auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen, die sich aufopferungsvoll für sie einsetzen.

Wir lernen bei unserem Besuch eine sehr offene, fröhliche und motivierte junge Dame kennen, die ihr Schicksal akzeptiert hat und trotzdem ihren Weg geht. Sie besucht eine normale Regelschule in Greifswald und hat in der zehnten Klasse nur Bestnoten auf dem Zeugnis. Sie liebt Zeichnen und „Poetry Slam“ – dies sind literarische Wettbewerbe, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. An solchen Wettbewerben nimmt Tamina regelmäßig teil. Stolz berichtet sie, dass sie vor Kurzem Vierte bei den Landesmeisterschaften wurde. „Zartbitterschokolade“ ist einer ihrer „Poetry Slam“-Texte.

Doch der größte Traum der 16-Jährigen ist die Reise nach Mallorca. Allerdings ist die Familie dafür auf Hilfe angewiesen. Aus diesem Grund sind auch wir heute hier. Aufgrund des schweren und massiven Elektro-Rollstuhls ist ein normaler Flug in einer Linienmaschine nicht möglich. Für Tamina müsste eine komplette Sitzreihe ausgebaut werden, um den Rollstuhl fixieren zu können. Die Alternative wäre ein Charter-Flugzeug, das Tamina und ihre Eltern auf die spanische Insel bringt. Doch das ist sehr teuer und für die Familie alleine nicht finanzierbar.

Wir sind sehr beeindruckt von der Stärke, mit der Tamina trotz ihrer schweren Erkrankung vor uns sitzt. Sie ist wirklich eine Kämpferin. Wir möchten sie bei ihrem Kampf für ihren großen Traum unterstützen und ihr die Reise nach Spanien ermöglichen. Wir sammeln nun Spenden für den Flug und/oder ein bisschen Taschengeld für den Urlaub. Damit unsere Spende eine Runde Summe ergibt, benötigen wir auch Ihre Hilfe.

Unser Konto: DE49 1309 1054 0003 3666 69 (BIC: GENODEF1HST)

Stichwort: Tamina

Wir bedanken uns schon im Voraus für jede kleine Spende!

Die Ostsee-Zeitung (Lokalredaktion Grimmen) hat auch schon über Taminas‘ Traum berichtet.

Ben hat sein Baumhaus

Vor wenigen Tagen war es soweit: Der Wunsch von Ben aus Todendorf ging in Erfüllung! Bei unserem Besuch Mitte Oktober hatten wir erfahren, wie sehr sich der Dreijährige ein Baumhaus wünscht. Damals konnten wir ihm nur Fotos von „seinem“ Baumhaus zeigen. 

Der Transport von der Insel zu Ben musste noch organisiert werden und wir brauchten Hilfe. Dank der großen Unterstützung mehrerer ehrenamtlichen Helfer konnte das Baumhaus auf einen Trailer geladen werden und sich auf den Weg in den Landkreis Rostock machen.

Auch wenn Ben an dem großen Tag nicht persönlich dabei sein konnte, weil er zeitgleich in Rostock in der Klinik zur Chemotherapie war, hoffen wir, dass wir Ben mit diesem Häuschen einen langersehnten Wunsch erfüllen können und er darin den Ort findet, an dem er für sich sein kann und sich geborgen fühlt…

 

 

Ben und sein Baumhaus

Es ist ein goldener und warmer Oktober-Sonntag als wir uns auf den Weg nach Todendorf machen, ein kleines Dorf im Landkreis Rostock. Von hier hatte uns ein „Hilferuf“ des kleinen Ben erreicht.
Angekommen in der mecklenburgischen Idylle erwartet uns eine Familie, von der man nicht ahnt, was für ein Schicksal sie verarbeiten muss.
Ben und seine Mama kommen aus dem Garten. Es ist Mittagszeit und Ben ist etwas müde vom Spielen. Ganz normal für einen Dreijährigen. Als wir ins Haus gehen, wird deutlich, dass Ben ein „besonderer“ Dreijähriger ist. Sein Kopf ist kahl und gezeichnet von einer großen Narbe. Es ist das Zeichen dafür, dass dieser Junge in seinem bisher kurzen Leben schon sehr viel erlebt hat…
Vor knapp einem Jahr – Ben war gerade 2 Jahre alt – bemerkten die Mutter und die Großeltern, dass etwas mit dem Kleinen nicht stimmt.
Die Mama berichtet uns, dass er sich öfter an den Kopf fasste und „Aua“ sagte. Zudem fielen plötzlich Gangunsicherheiten auf. Was daraufhin folgte, waren häufige Untersuchungen und langwierige Krankenhausaufenthalte und schließlich die Diagnose: Hirntumor. Ein sogenannter embryonaler Tumor, der aus extrem unreifen und undifferenzierten Zellen des Zentralnervensystems entsteht und daher extrem schnell wächst. Diese Tumoren kommen im Kindes- und Jugendalter sehr selten vor. Sie machen insgesamt etwa 5 % aller Tumoren des Zentralnervensystems aus. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 10 bis 15 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren neu an einem solchen embryonalen Tumor, die meisten in den ersten vier Lebensjahren. Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen.

Ben interessiert sich für diese Statistik nicht. Auf unsere Frage macht er sehr klar deutlich, dass es ihm gut geht und er uns unbedingt sein Zimmer zeigen möchte. Also folgen wir ihm. Es freut uns besonders, ihn laufen zu sehen, denn die Mutter hatte uns im Vorgespräch erzählt, dass er nach der ersten Operation im Rollstuhl saß und erst mühsam wieder laufen lernen muss. Umso erfreulicher ist es zu sehen, dass er nun schon wieder an der Hand seiner Lieben erste Schritte alleine machen kann.
In seinem Zimmer zeigt uns Ben stolz sein „Feuerwehr-Bett“ – er hatte es sich während der ersten Therapie gewünscht und schläft nun seit einigen Tagen allein in dem großen roten Auto.

Die Mutter und Großmutter berichten uns, dass die Erkrankung von Ben das Familienleben stark belastet. Die Mutter ist seit Anfang des Jahres krank geschrieben und war mit Ben zur Therapie im Frühjahr für mehrere Wochen in Essen. Dort erhielt Ben eine spezielle Protonentherapie – eine besondere und sehr schonende Variante der Bestrahlung. Auch erzählen die beiden, dass am nächsten Tag ein weiterer Zyklus der Chemotherapie beginnt.
Ben wird unser Gespräch zu langweilig und er fordert sich unsere Aufmerksamkeit ein. Er erzählt uns von einem ganz besonderen Wunsch:
Ben wünscht sich ein Baumhaus. Am liebsten eines mit einer Küche, damit er seine Mama, seine Großeltern und seinen Onkel zum Erdbeerkuchen einladen kann.

Diesen Wunsch hatte uns die Mutter bereits telefonisch übermittelt. Nachdem wir dem Publikum beim Benefizkonzert am 19. Oktober Bens Geschichte erzählt hatten, ergab sich hier für uns bereits die Gelegenheit ein solches Baumhauses.
Entsprechend groß ist die Freude, als wir Ben an diesem Tag Fotos von „seinem“ Baumhaus zeigen können. Er strahlt über das ganze Gesicht.

Jetzt muss nur noch der Transport von der Insel zu Ben organisiert werden.
Wir suchen nun Hilfe. Vielleicht finden wir einen Sponsor oder einen Helfer, der der Familie beim Transport des Baumhauses hilft.

Wir hoffen, dass wir Ben mit diesem Häuschen einen langersehnten Wunsch erfüllen können. Durch den persönlichen Kontakt merken wir deutlich, wie wichtig ihm dieser Rückzugsort ist. Ein Platz, an dem er für sich sein kann und sich geborgen fühlt…

 

Nachtrag November 2018: Wir haben es geschafft! Vor wenigen Tagen war es soweit: Der Wunsch von Ben ging in Erfüllung. Dank der großen Unterstützung mehrerer ehrenamtlichen Helfer konnte der Transport organisiert werden und Ben hat sein Baumhaus bekommen.

Benefizkonzert zugunsten von KinderLachen009 Rügen e.V. mit dem Gospelchor Bergen

Am 19. Oktober 2018 um 19 Uhr bildete die altehrwürdige St. Marienkirche zu Bergen auf Rügen den Rahmen für unser diesjähriges Benefizkonzert.
In diesem Jahr setzte sich der Gospelchor der Gemeinde St. Marien für die Idee und die Philosophie von KinderLachen009 Rügen e.V. ein und gab ein Konzert zugunsten der Kinder.
Auf dem Programm stand eine bunte Mischung aus Gospel, Spiritual, Musik der Welt (z. B. aus Afrika, Lateinamerika, Indien, Neuseeland), Musical und Pop.
Zahlreiche Besucher hatten sich auf den Weg in die Kirche gemacht und wurden nicht enttäuscht. Trotz herbstlicher Temperaturen hatten alle Gäste sowohl in der Pause als auch nach dem Konzert ein Lächeln auf dem Gesicht. Zahlreiche Besucher brachten ihre Freude über das gelungene Konzert zum Ausdruck.
Das abwechslungsreiche Programm des Chores war im ersten Teil geprägt von traditionellen Spirituals, deren Wurzeln zumeist in Afrika oder Asien liegen und die heute als Wurzel des Gospels angesehen werden. Die überlieferten Spiritual-Texte sind fast ausschließlich religiösen Inhalts und erzählen vom Leben und den Sehnsüchten der Menschen und ihrem Glauben an Gott.
Durch ihren Rhythmus laden diese Lieder besonders zum Mittanzen und Mitklatschen ein. Und so dauerte es auch bei diesem Benefizkonzert nicht lange, bis die ersten Zuhörer „aktiv“ wurden und die Holzbänke der Kirche als „Rhythmusinstrument“ benutzten.

Nach der Pause, in der sich die Besucher am KinderLachen-Infostand über die Arbeit des Verein informieren oder sich an einem kleinen Getränke- und Snackangebot versorgen konnten, das die Mitglieder des Vereins organisiert hatten, ging es mit klassischen Gospels weiter. Der zweite Teil wartete mit klassischen Gospel-Songs auf, die meist englischsprachig sind und in der Neuzeit entstanden. Auch hierbei sprang der Funke von den Chorsängern sofort wieder auf das Publikum über und so klatschten die Besucher im Takt mit den Chorsängern. Es entstand eine wunderschöne Atmosphäre in der Kirche, die an diesem Abend nur durch den Schein der Kronleuchter beleuchtet war.

Am Ende blieb den Mitgliedern von KinderLachen009 Rügen e.V. nur noch, sich zu bedanken….
…bei den Besuchern, die sich an diesem Abend auf den Weg gemacht hatten, um dem Konzert beizuwohnen und etwas Gutes zu tun.
…bei Herrn Mehner und den Mitgliedern des Kirchengemeinderat, unbürokratisch zugestimmt hatten und ihre Kirche für den Abend zur Verfügung stellten.
…und bei den Hauptakteuren des Abends: Dem Gospelchor der Gemeinde St. Marien und dem Kantor Frank Thomas, die spontan von der Idee überzeugt waren, dass wir zusammen ein schönes Konzert organisieren und uns damit gleichzeitig für die Kinder engagieren können, die uns Erwachsene brauchen.
Ganz getreu des Mottos: das Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt! Und so teilten auch wir: Das Glück, das Konzert genießen zu können, gesund zu sein und einen tollen Abend gemeinsam erleben zu dürfen, der uns lange in Erinnerung bleibt mit der guten Überzeugung, dass wir damit Kinder und ihre Familien unterstützen, die gerade harte Zeiten erleben, die gegen schwere Krankheiten kämpfen müssen oder Schicksalsschläge erleben.

Die Einnahmen des Benefizkonzertes kommen in diesem Jahr Ben zugute – einem kleinen 3-jährigen Jungen aus der Nähe von Rostock, der an einem Tumor leidet. Nähere Informationen zu ihm und seiner Familie folgen in Kürze, wenn wir Ben persönlich kennen lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto Gospelchor: (c): Andreas Hampel. All rights reserved

Der Vorpommern-Blitz Verlag, Lokalausgabe Rügen kündigte das Benefizkonzert in seiner Ausgabe vom 14.10.2018 bereits an. 

„Es geht nicht um Siege oder irgendwelche Sachen. Es geht um Kinderlachen“ (Täve Schur, 09.09.2018)

…mit diesem Satz fasste der älteste Teilnehmer, der jemals beim Strandräuber Ironman 70.3 Rügen gestartet ist, das Ziel des Tages zusammen. Gustav-Adolf „Täve“ Schur, zweimaliger Gewinner der Internationalen Friedensfahrt (1955, 1959) und Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1956 und 1960, stand am 09.09.2018 auf der Startliste bei den Staffeln des Ironman. Mit 87 Jahren war er der älteste Starter im Feld der Athleten. Gemeinsam mit den beiden ehemaligen Profi-Triathleten Maik Petzold und Christian Prochnow (der spontan für die verletzte Claudia Dreher einsprang) bildete er das Team „KinderLachen 009“.

Aber nicht nur mit dieser Herrenstaffel war KinderLachen bei dieser sportlichen Großveranstaltung vertreten. Auch die „Frauenpower“ stand am Start. Für das Team „KinderLachen009 FrauenPower“ traten mit Angela Maurer, Kathrin Boron und Steffi Jacob drei Olympionikinnen im Schwimmen, Rudern und Skeleton an.
Pünktlich um 10 Uhr starteten am Sonntag, 09. September 2018, die Profis. Das Starterfeld war erlesen, stand doch mit Patrick Lange der Vorjahressieger und aktueller Champion des berühmten Ironman auf Hawaii am Start. Nach den Altersklasse-Athleten starteten um 10.30 Uhr die Staffeln mit der ersten Disziplin – dem 1,9 km Schwimmen in der Ostsee vor Binz.
Insgesamt gingen bei bestem Sommerwetter mehr als 1500 Profis und Freizeit-Athleten aus 45 Ländern auf die Strecke, darunter auch mehr als 100 Staffeln – bestehend aus mindestens 2 Sportlern, die sich die drei Disziplinen teilen. Das Team „KinderLachen 009“ ging mit der Startnummer 1545 an den Start, während die „FrauenPower“ die 1546 trug.

Nach dem Schwimmen hieß es für die Schwimmer (Maik Petzold / Angela Maurer), die 500 Meter bis zur Wechselzone am Bahnhof Binz laufend zurückzulegen. Für die Staffeln wartete in der Wechselzone der Radfahrer, denn als nächste Disziplin standen 90 Kilometern durch die Rügener Alleen an. Für KinderLachen009 starteten Täve Schur und Kathrin Boron. Die Strecke führte beide in einer 45 Kilometer-Runde von Binz über Prora, Karow und Bergen nach Putbus und weiter über Zirkow und Karow zurück nach Binz. Diese Runde musste zweimal absolviert werden. Zurück in der Wechselzone hieß es für die Einzelstarter wechseln in die Laufschuhe oder für die Staffeln Übergabe des Zeitchips an den Läufer. Als letzte Disziplin des Triathlons folgte ein Halbmarathon (21,1 Kilometer). Die Strecke führte Christian Prochnow und Steffi Jacob in unseren Staffeln quer durch das Ostseebad Binz.

Bei Sonnenschein und blauem Himmel waren zahlreiche Besucher und Fans an die Strecke gekommen und feuerten die Sportler an. So entstand eine wundervolle und vor allem motivierende Stimmung. Mit ihrem Applaus halfen die Besucher den Sportlern über die Strecke und den berüchtigten Klünderberg, der zweimal zu überqueren war.
Aber auch an der Radstrecke standen viele Menschen und erwarteten die Athleten mit Plakaten und Anfeuerungsrufen.

Bei den Profis feierte Florian Angert in 3:47:35 Stunden einen Start-Ziel-Sieg. Schon das Schwimmen hatte er als erster absolviert. Titelverteidiger Patrick Lange (3:50:05) konnte gegen seinen Teamkollegen im Laufen nichts mehr ausrichten und wurde mit zweieinhalb Minuten Rückstand Zweiter. Horst Reichel folgte knapp dahinter auf Platz drei (3:51:56).
Bei den Frauen siegte Laura Philipp in 4:16:02 Stunden überlegen mit fast 16 Minuten Vorsprung vor der Britin Claire Hann (4:32:01) und der Deutschen Laura Zimmermann (4:33:21).

Derartige Zeiten waren für die KinderLachen009 Staffeln absolut unerreichbar. Aber darum ging es auch nicht. Vielmehr ging es gemäß des Mottos „Gemeinsam im Kampf – gemeinsam zum Ziel – gemeinsam für ein ‚Kinderlachen‘“ um das gemeinsame Ankommen. Alle Sportler wollten mit ihrem Start und der gemeinsamen Mannschaftsleistung aufmerksam machen auf den humanitären und sozialen Zweck.
Aber natürlich spielen bei ehemaligen/aktiven Leistungssportlern auch die sportlichen Ergebnisse eine wichtige Rolle….Angela Maurer bewies ihre Ausnahmestellung als Schwimmerin. In 27:40 Minuten hatte sie an diesem Sonntag die schnellste aller Schwimmzeiten – schneller als jeder andere Starter, inklusive der Profis. Am Ende reichte es für die Staffel in 5:39:25 Stunden zu einem tollen 5. Platz in der Wertung der Frauenstaffeln.
Die Herren bewiesen ebenfalls, dass sie Bestzeiten abliefern wollen, wenn es in den Wettkampf geht. In der Addition der drei Teildisziplinen stand für die Staffel am Ende eine Gesamtzeit von 5:22:56 Stunden!

Für KinderLachen009 Rügen e.V. war diese Teilnahme von zwei Staffeln beim Ironman eine ganz besondere Aktion, die als einmalig bezeichnet werden kann. Mit einer derartigen Präsenz von Erfolgen bei Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen waren es besondere Starter. Zudem kann nicht oft genug erwähnt werden, dass mit dem 87-jährigen Täve Schur das Radidol einer ganzen Generation auf Rügen am Start war.

Atalante und KinderLachen

Im Sommer erschien das Kinderbuch „Atalante, das Meermädchen schwimmt um die Welt“ im Berliner Verlag Das Wilde Dutzend.
Mit Atalante betritt Das wilde Dutzend gleich mehrfach Neuland –zum einen ist das Buch die erste Veröffentlichung für eine junge Zielgruppe. Statt Abitur macht Atalante, das Meermädchen mit den blauen Haaren, nach 123 Jahren Meeresschule eine Reise von ihrer Heimat in der Ostsee vor Rügen einmal fast um die ganze Welt. In den 12 Geschichten wird sie dabei von dem miesepetrigen Klabauterjungen Blubber und dem leicht chaotischen Erfinder-Tintenfisch Pifast begleitet. Währenddessen hilft sie, wo sie gebraucht wird, ohne groß zu zögern. Eben aus dem Wunsch heraus zu helfen- – Fischen, Seerobben, mystischen Wesen oder in Wahrheit gar nicht so monströsen Unter-Wasser-Monstern.
Zum anderen haben sich die Macher des Buches etwas Tolles überlegt: Ein Euro pro verkauftem Exemplar wird für einen karitativen Zweck gespendet.
Bei der Frage, wohin die Spende geht, sind die Autorin und Verlegerin bei uns auf der Insel fündig geworden. Die Wahl viel auf uns: KinderLachen009 Rügen e.V.

Die Wahl für uns begründet Simone Veenstra, die Autorin, wie folgt: „Der Verein KinderLachen009 Rügen e.V. in Putbus kümmert sich um Kinder in Not – in Entwicklungsländern, aber auch um Kinder vor Ort in der eigenen Region. Mit regelmäßigen Spenden unterstützt der Verein das Kinderwaisenheim Sanct Benedict Scolastica Chittagong in Bangladesch. Vor allem kümmert KinderLachen009 sich aber gezielt um Einzelschicksale in der näheren Umgebung, indem schwer erkrankten und mehrfach behinderten Kindern in Not Alltagshilfen und Unterstützung bei Therapien zur Verfügung gestellt werden oder ein besonderer Wunsch erfüllt wird. Diese Spenden sollen die individuelle Situation der Kinder verbessern und zum weiteren Therapieerfolg beitragen. Deshalb ist es KinderLachen009 Rügen e.V. besonders wichtig, einen direkten Kontakt zu den Kindern und ihren Familien aufzubauen, um zu entscheiden, wofür die Spenden eingesetzt werden sollen. Das Besondere am Verein ist, dass die Mitstreiterinnen und Mitstreiter auf Rügen durch die Organisation von z. B. Kinderfesten ganz aktiv gleich Kinder an gemeinsamen Aktivitäten beteiligen. So erhalten auch die Kleinsten auf Augenhöhe ein Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse von Kindern in Not oder mit körperlichen Einschränkungen vermittelt. Damit leistet der Verein neben der konkreten Unterstützung auch einen großen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufklärung.“

Eine erste Spende haben wir bereits erhalten, denn der Verlag „Das wilde Dutzend“ hat den Betrag jener Exemplare, die nicht in den Verkauf gehen, sondern als Presse- oder Belegexemplare verschickt werden, selbst übernommen.

Wer gerne mehr über das Buchprojekt erfahren möchte, kann dies hier im Interview tun, das wir persönlich mit der Autorin des Buches geführt haben. 

Weitere Informationen zum Buch gibt es hier

Fotos: (c) Lorenz Kienzle

 

Weitere Informationen zum Buch gibt es hier.